Montag, 27. Mai 2019
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Technische Hilfeleistung

Um bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen ideal Hilfe leisten zu können sind in der Großgemeinde Schmitten bei einigen Feuerwehren Gerätschaften für die "Technische Hilfeleistung" deponiert.

So hat unter anderem die Feuerwehr Oberreifenberg unterschiedliche Geräte sowohl in Eigenleistung durch Spenden und Erlöse aus Veranstaltungen anschaffen können, als auch einige aus dem Budget der Feuerwehren der Gemeinde Schmitten finanziert bekommen.

Verlastet sind diese Werkzeuge auf dem LF 8/6 TH, das bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen immer zuerst ausrückt.

Für die technische Hilfeleistung stehen zur Verfügung:

  • Zwei Hydraulikaggregate zum Betrieb der nachfolgenden hydraulischen Rettungsgeräte. Dies sind ein verbautes Hydraulikaggregat vom Typ E 50 T-SAH 20 (Baujahr 2015) und ein portables Kompakt-Aggregat vom Typ E-Compact (Baujahr 2014). Das Kompaktaggregat wird vor allem an Stellen eingesetzt, die schwer zu erreichen sind (Böschungen, Abhänge, etc.) oder wo die Hochdruckleitungen des verbauten Hydraulikaggregates nicht hinreichen. Allerdings kann man in diesem Fall nicht mehrere hydraulische Geräte gleichzeitig einsetzen, da nur eine Hochdruckleitung angeschlossen werden kann. Im Gegenteil zum Kompaktaggregat kann das andere System zwei Hydraulikgeräte gleichzeitig ansteuern.
    Beide Systeme arbeiten mit dem gleichen Ausgangsdruck von 700bar, so dass letztendlich kein Unterschied in der Leistung der betriebenen Geräte zu sehen ist.
  • Ein Rettungsspreizer, der allerdings in naher Zukunft gegen einen moderneren seiner Klasse ausgetauscht werden soll.
    Der Rettungsspreizer, auch schlichtweg Spreizer genannt, dient zum Auseinanderspreizen, beispielsweise von verklemmten oder deformierten Autotüren oder zum Wegdrücken von Wrackteilen. Er kann allerdings auch zum Zusammendrücken oder Anheben verschiedener Materialien benutzt werden. Durch die multifunktional gestalteten Spreizerbacken – sie bestehen aus gesenkgeschmiedetem und gehärtetem, scharfkantigem Stahl – ist es auch möglich, in kleinste Spalten zu kommen bzw. Blech zu schälen.
  • Eine Rettungsschere RSX 200-107 PLUS mit einer maximalen Schneidkraft von 107t, die als die derzeit fortschrittlichste Rettungsschere in diesem Segment gilt.
    Diese Kräfte sind nötig, da im Fahrzeugbau mittlerweile deutlich härtere Materialien verbaut werden, die im Falle eines Unfalls ggf. durch die Feuerwehr durchtrennt werden müssen.
    Weiterhin steht noch das deutlich kleinere Vorgängermodell der Rettungsschere mit einer Schneidkraft von etwa 30t zur Verfügung. Dieses Schneidgerät findet Verwendung an schwer zugänglichen Stellen wie u. a. im Fußraum.
  • Mehrere Rettungszylinder, die beispielsweise dafür genutzt werden können, um bei verunfallten Fahrzeugen zum Beispiel einen gewissen Teil der Karrosserie wegdrücken zu können.
    Desweiteren gehören diverse massive Druckplatten und Schwellenaufsätze dazu.
    Die Rettungszylinder werden vor allem dann eingesetzt, wenn die Öffnungsweite des Rettungsspreizers nicht mehr ausreicht. In Verbindung mit einem Schwelleraufsatz kann der Rettungszylinder optimal und sicher (kein Abrutschen) angesetzt werden.
  • Sicherungssysteme, wie das Stabilisierungs-Pack, ein Airbag-Rückhaltesystem oder ein Schutzdeckenset.
    Diese Systeme werden eingesetzt, um die Arbeit der Einsatzkräfte zu erleichtern und die an der Rettung beteiligten Personen vor Schäden zu schützen.
    So können die Elemente des Stab-Packs z. B. dafür genutzt werden, um den Halt des verunfallten Fahrzeugs sicherzustellen.
    Nachdem einige tragende Komponenten an einem Fahrzeug durchtrennt sind, kann es ansonsten zu ungewünschten Bewegungen in der Karosserie kommen.
    Das Airbag-Rückhaltesystem hingegen soll alle vor einem unkontrollierten Auslösen des Fahrer-Airbags schützen.
    Die Bereitstellungsplane dient an der Unfallstelle dazu, alle für die Rettung notwendigen Gerätschaften zentral ablegen zu können.
    Zum Schutz der Rettungskräfte sowie der Verletzten vor scharfen Kanten und Ecken wurde ein Schutzdecken-Set für die Technische Hilfeleistung angeschafft.

 

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